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Umgang mit Geschlechtskrankheiten

Umgang mit Geschlechtskrankheiten

Ohne Arzt geht es nicht

Niemand sucht gerne einen Arzt auf, wenn man glaubt sich mit einer Geschlechtskrankheit angesteckt zu haben. Doch wenn es in der Scheide juckt, man Probleme beim Urinieren hat oder Schmerzen beim Geschlechtsverkehr auftreten, sollte man so rasch wie möglich den Arzt seines Vertrauens aufsuchen.

Bei Frauen kann das der Gynäkologe und beim Mann der Urologe sein.

Experten auf diesem Gebiet sind allerdings die Fachärzte für Haut- und Geschlechtskrankheiten. Zur Diagnose einer Geschlechtskrankheit wird Blut und Urin untersucht. Manchmal ist auch ein Abstrich in der Scheide oder der Harnröhre erforderlich.

Der Facharzt kann Geschlechtskrankheiten mit dem richtigen Medikament behandeln. Viele der Krankheiten sind schnell in den Griff zu bekommen, wenn man sie rechtzeitig erkennt. Nicht immer muss es sich bei einer Geschlechtskrankheit um AIDS handeln, das über den gefürchteten HI-Virus übertragen wird.

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Clamydien, Gonorrho, HIV

Weit häufiger steckt man sich beim Verkehr mit Clamydien oder Gonorrhoe an. Egal ob es sich um Herpes oder Hepatitis B handelt, mit dem richtigen Medikament ist bei den meisten Geschlechtskrankheiten eine vollständige Heilung möglich. Die HIV-Infektion ist zur Zeit noch nicht heilbar, allerdings kann man den Krankheitsverlauf medikamentös hinauszögern.

Risiken unbehandelter Geschlechtskrankheiten

Wer zögert, mit dem Arzt über die gesundheitlichen Probleme zu sprechen, riskiert langfristige Schädigungen des Körpers. Eine unbehandelte Chlamydien-Infektion kann zum Beispiel zur Unfruchtbarkeit führen. Eine besondere Gefahr stellt diese Erkrankung für Schwangere dar. Bei erkrankten Frauen steigt die Gefahr einer Früh- oder Fehlgeburt nämlich erheblich.

Syphillis, das im Frühstadium gut mit Antibiotika behandelt werden kann, führt in fortgeschrittenem Stadium zu schweren Schädigungen an Gehirn und anderen Organen. Einen hundertprozentigen Schutz vor allen Geschlechtskrankheiten gibt es nicht.

Gegen Hepatitis B kann man sich impfen lassen. Zwar verringert Safer Sex, also das Verhüten mit Kondom – das Risiko, sich anzustecken. Trotzdem besteht immer die Gefahr, dass ein Kondom reißt. Wer häufig die Sexualpartner wechselt, setzt sich generell einem höheren Risiko aus.

Wichtig ist auch eine Aufklärung über die Ansteckung bei jungen Menschen. Oft ist es Eltern unangenehm, darüber zu sprechen. Je besser Jugendliche vor dem ersten Geschlechtsverkehr über dieses Thema Bescheid wissen, umso weniger Neuerkrankungen wird es in dieser Altersgruppe geben.


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